Pflege - und Adoptivkinder

 

Diese Kinder sind in den meisten Fällen traumatisiert. Dadurch ergeben sich besondere Probleme, nicht nur in der Familie, sondern auch im Kindergarten und in der Schule.

Während für Adoptivkinder mit Schwierigkeiten die Adoptiveltern zuständig sind, haben Pflegekinder außer ihren Pflegeeltern oder Erziehern (falls sie in Heimen oder Kleinsteinrichtungen untergebracht sind) noch Sozialarbeiter, Amtspsychologen und Vormünder, die für sie Entscheidungen treffen. Zusätzlich müssen alle Maßnahmen, die Geld kosten, von einer Stelle abgesegnet werden, die sich ausschließlich mit dem Verwenden von Geldern - besser gesagt: mit dem Einsparen von Geldern - beschäftigt.

Es gibt also viele Köche für das Kind, aber tatsächlich wird der Brei dadurch nicht immer besser...

Sinnvolle Maßnahmen werden häufig verzögert oder gar verweigert, so dass der Rechtsweg beschritten werden muss, was wiederum zu weiterem Verlust wertvoller Zeit führt.

Trauma und inkompetente Entscheidungen - eine fatale Situation für ein Kind.

Sebstverständlich sprechen wir hier von Ausnahmefällen, aber es gibt sie und sie sind ebenfalls eine Aufgabe für uns, die uns sehr viel bedeutet.

Ein weiteres Anliegen sind Verbesserungen in den Bereichen Vermittlung von Pflegekindern, Schulungen und Betreuung der Pflegeeltern und Förderung der Pflegekinder. 

Bisher basieren die Konzepte weitgehend auf theoretischen Überlegungen, widersprüchlichen wissenschaftlichen Untersuchungen und Erfahrungsberichten von Pflegeeltern. Pflegekinder selbst kamen nur selten zu Wort. Das wollen wir ändern. Deshalb benötigen wir vor allem die Erfahrungen jugendlicher und erwachsener Pflegekinder und wollen ihnen in unserem Verein eine Stimme geben. Damit sich was ändert.

Also: Wenn du 12 Jahre oder älter bist oder schon längst erwachsen und in einer Pflegefamilie / in einem Heim / in einer Kleinsteinrichtung / aufwächst oder aufwuchst, setz dich / setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung!

 

 

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